Sennheiser entwickelt IE800 und den KHV HDVD800

UPDATE: Soeben hat Sennheiser die hier geposteten News auf seiner Homepage als Pressemeldung veröffentlicht. Die Information, die hier geposteten Informationen sind soweit korrekt gewesen. Hier ist der Link zur offiziellen Pressemitteilung: http://sennheiser.de/sennheiser/home_de.nsf/root/press_releases_160412hdvd

http://sennheiser.de/sennheiser/home_de.nsf/root/press_releases_160412

Sennheiser gesellt sich nun auch zu den Herstellern von Kopfhörerverstärkern – mit dem HDVD800 werden die Wedemarker in der nächsten Zeit ihren eigenen Kopfhörerverstärker vorstellen. Des Weiteren ist die Entwicklung eines neuen High End In Ears im Gange zu sein. Vorgestellt werden diese wahrscheinlich am 3. Mai.

Der IE800 wird mit einer UVP von 599€ verkauft werden. Bis jetzt ist bekannt, dass die Kabel der IE800 im Gegensatz zu den Kontrahenten nicht austauschbar sind, weil Sennheiser der Meinung ist, dass die Kabel so stabil sind, dass sie nicht brechen werden. Mir persönlich wären austauschbare Kabel lieber, da Kabelbrüche immer mal vorkommen und ich keine 600€ wegen eines Kabelbruches ausgeben möchte. Angeschlossen werden die In Ears über einen gewinkelten, vergoldeten 3,5mm Klinkenstecker. Ausgeliefert werden die Ohrenschmeichler in einer kleinen Transporttasche, die mit einem Reißverschluss verschließbar ist. Für diese Kopfhörer verwendet Sennheiser neu entwickelte 7mm Treiber. Also setzt Sennheiser nicht wie bspw. Westone oder Ultimate Ears auf multi BA Technik. Trotzdem liefern die Treiber einen Frequenzgang von 5 Hz bis 46.500 Hz.

Offiziell verfügbar wird der IE800 im Sommer sein

Mit dem HDVD800 entwickelt Sennheiser momentan den passenden Kopfhörerverstärker zum HD800. Er wird vermutlich für eine UVP von 1500€ verfügbar sein. Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium, in welches ein Glasfenster eingelassen ist. Neben dem Glasfenster ist das Sennheiserlogo eingearbeitet. Der Verstärker basiert auf Transistortechnologie. Die Schaltungen sind alle symmetrisch aufgebaut. Des Weiteren ist ein DAC verbaut, der eine Wiedergabe mit bis zu 24Bit/192Khz unterstützt. An der Front gibt es einen Einschalter, 2 XLR Kopfhöreranschlüsse. Auf den Bildern kann man nicht genau erkennen, ob die Ausgänge an der Front 6,3mm Klinkenstecker sind. Entwickelt wurde der HDVD800 für den HD800, HD700, HD650 sowie für den HD600.

Verfügbar wird der HDVD 800 im Sommer sein.

Die symmetrischen Ausgänge könnten meiner Meinung nach darauf hindeuten, dass Sennheiser entweder demnächst einen HD800 mit XLR Steckern anbietet oder ein neues Topmodell entwickelt.

Was denkt Ihr dazu?

Mit gespannten Grüßen,

euer Blogteam

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Sind Kopfhörerverstärker sinnvoll? Eine kleine Übersicht

Die einen schwören darauf, die anderen meinen es sei Voodoo, gemeint sind nicht Kabel, nein es geht um kleine Kästen, welche versprechen, den Klang eines Kopfhörers zu verbessern und den Kopfhörer lauter spielen zu lassen. Diese kleinen Kästchen werden von der HiFi-Branche auch liebevoll Kopfhörerverstärker genannt. Diese existieren in fast jeder erdenklichen Preisregion. Diese Geräte gibt es sowohl portabel, als auch stationär. Desweiteren kann man die Geräte in 3 große Klassen aufteilen: 1. Die Transistoren sie sind am weitesten verbreitet, sie benutzen Operationsverstärker zum Verstärken des Singnales sowohl in der Vorstufe als auch in der Endstufe. Den meisten dieser Geräte wird generell ein sehr neutraler Klang nachgesagt, was jedoch nicht so richtig stimmt, denn es gibt warme KHVs (z.B. Corda Swing), kalte KHVs und neutrale KHVs(Lehmann Rhinelander). Wie ein Modell klingt, hängt immer vom Gerät und dem verwendeten Kopfhörer ab. Hier ein paar Transistorverstärker:

  1. B-Tech BT928 Preis: früher 5€, jetzt 30€(ist/war eher etwas für Modder)
  2. CMOY Preis: 30€-60€(je nach Version)
  3. Dynavox CSM-112 Preis: 60€-80€
  4. Pro-Ject Headbox II Preis: 100€
  5. Lake People G93 Preis: 230€
  6. Corda Swing Preis: 245€
  7. Creek OBH-21 Preis: 250€
  8. Amity HPA 9 Preis: 250€
  9. Lehmann Black Cube Linar Preis: 700€

2. Hybride sie sind die kleineste Gruppe und eher ein Randgruppe. Sie sind so aufgebaut, dass sie meistens eine oder 2 Röhren als Vorstufe nutzen. Die Endstufe bilden Operationsverstärker, es gibt jedoch auch Geräte, bei denen es umgedreht ist. Die meisten bzw. fasst alle Hybride haben den Hauch des warmen Röhrenklanges, sind jedoch trotzdem relativ neutral. Wie genau sie klingen ist wieder vom Gerät und genutzem Kopfhörer abhängig. Hier ein paar Hybridverstärker:

  1. Vincent KHV-111 Preis: 270€
  2. Schit Lyr Preis: 449 Dollar
  3. Vincent KHV-1 Preis: 749€

Es gibt noch weitere Hybriden, vorallem im chinesischem Raum. 3. Röhren sie sind die 2. größte Gruppe. In ihnen werkeln meistens 2 12AX7 Röhren als Vorstufe und auch 2 12AX7 Röhren als Endstufe. Die Röhren sind meistens austauschbar (Fachbegriff Tube-Rolling), können deshalb gegen Wertigere oder besser gefallende Röhren ausgetauscht werden. Ganz wichtig ist, von wo die Röhren kommen, die schlechteste Qualität haben die Röhren aus China, besser sind Europäische, Amerikanische und Russische. Oftmals gibt es die selben Röhren aus verschiedenen Ländern mit Qualitätsunterschieden, die oft auch hörbar sind. Röhrenverstärker klingen sehr warm/Analog, wobei man das auch nicht generell sagen kann, denn ist wie immer vom Gerät und Kopfhörer abhängig. Hier ein paar Röhrenverstärker:

  1. Diverse Little Dot Modelle Preis: ab 99 Dollar, empfehlenswert ist der MKIII für 199€ wenn man sich einen Little Dot kauft, sollte man vom Konzern direkt über den Verkäufer: davidzhezhe kaufen
  2. Shiit Valhalle Preis: 349 Dollar

Im europäischen und chinesischen Raum gibt es noch viele weitere, für näheres sollte man sich an Headfi oder das Hifi-Forum wenden. Was für eine der 3 Klassen man nimmt, muss man selbst entscheiden, durch Probehören. Generell kann man sagen, dass man keinen warmen Kopfhörer an einem warmen KHV betreiben sollte, gerade im Hochton wird es nach einiger Zeit nervig und verdirbt einem den ganzen Spass. Es gibt jedoch auch Leute, die diese Kombination mögen, deshalb ist Probehören unbedingt notwendig, der folgende Vergleich sollte lediglich als Orientierung dienen. Generell sollte man einen KHV erst dann in Erwägung ziehen, wenn man entweder keinen Kh-Ausgang am Verstärker oder Cd-Player hat, oder einen sehr hochwertigen Kopfhörer (ab ca. 200€) besitzt. Meistens führt ein Kopfhörerverstärker zu einem klareren Klangbild, vorallem im Bassbereich. Hinzu kommt noch eine Verbesserung der Bühne, man sollte jedoch nicht zu viel erwarten, denn ein KHV ist auch keine Wunderwaffe, so wie man es oft liest. So nun zu meinem Vergleich: Verglichen habe ich den Pro-Ject Headbox II für 100€, da ich auf einen Einsteigertipp gehofft habe und mit Pro-Ject bis jetzt immer gute Erfahrungen gemacht habe. Des Weiteren habe ich mir einen Lehmann Rhinelander, welcher 370€ kostet und in Deutschland produziert wird ausgehliehen, er soll in etwa so klingen wie ein Meier Corda Swing nur nicht so warm, dafür wird er im Gegensatz zum Corda, der in China produziert wird, in Deutschland produziert. Der dritte im Bunde ist ein Heed CanAmp, dieser kostet 379€ und ist laut Art&Voice ein Geheimtipp. Der CD-Spieler ist ein Marantz CD5004, dessen Klinkenbuchse besitzt einen NJM2068 als Kopfhörerverstärler. Im Folgenden habe ich die technischen Daten und ein paar Bilder eingefügt. Alle Kopfhörervestärker zusammen:

Pro-Ject Headbox II Technische Daten:

  • Leistung: 330mW/30 Ohm, 60mW/300 Ohm
  • Kopfhöreranschluss: > 30 Ohm
  • Fremdspannungsabstand: 87dB (100dB- IEC- A) bei Vollausteuerung
  • Klirrfaktor: 0,005%
  • Verstärkung: 11dB
  • Kopfhörerbuchse: 3-polige Klinkenbusche Ø 6,3mm
  • Netzanschluss: Steckernetzteil, 16V, 500mA AC; 220-240V, 50Hz
  • Stromaufnahme: 16V/ 120mA AC
  • Abmessungen: 103 *38 * 141mm
  • Gewicht: 600g ohne Netzteil

Verarbeitung:  Die Verarbeitung der kleinen Kiste ist hervorragend, an keiner Stelle wurde Kunststoff verwendet. Der Großteil des Gehäuses besteht aus leicht angerautem(wie Schleifpapier) Metall, bzw. Aluminium. Die Frontplatte ist massiv und wird von 2 Schrauben gehalten. Das Potentiometer schleift ein bisschen, dass ist jedoch nicht weiter tragisch. Was ich etwas schlimmer finde, ist das die 6,3mm Klinkenbuchse nicht vergoldet ist, das finde ich nicht aus klangtechnischer Sicht schlecht, sondern deshalb, weil das verwendete Material warscheinlich irgendwann oxidiert. Das merkwürdige ist, dass die 2 Cinchbuchsen(1*Line in und 1* Line Out) an der Rückseite vergoldet sind. Leider ist kein An-und Ausschalter vorhanden.

Kommen wir nun zum wichtigen, dem Klang: Was mir zuerst aufgefallen ist, ist das hohe Grundrauschen, dass fällt vorallem bei Klassik in leisen Passagen auf. Dieses Rauschen besitzt nicht einmal der CD-Spieler Ausgang. Doch nicht nur bei Klassik fällt dass ins Gewicht, auch bei sonstigen Aufnahmen, sofern es keine extrem lauten Lieder sind, fällt es etwas nervend auf, hier sollte Pro-Ject unbedingt nachbessern. Große Unterschiede zum CD-Player Ausgang sind nicht auszumachen, außer dass die Räumlichkeit ein bisschen besser war, dass ist vorallem bei Dave Brubeck Take Five aufgefallen. Noch deutlicher wird es bei der Linkin Park Live in Texas CD, denn dieses Konzert wurde für ein Rock-Konzert sehr gut aufgenommen, dort hört man sehr schön, dass Chester Bennington sehr gerne auf der Bühne herumläuft, genauso wie Brad Delson, das ist jeodch auch ohne Kopfhörerverstärker hörbar. Ein weiteres Teststück war Tschaikowskys Capriccio Italien Op45, eines meiner Lieblingsstücke, dort wird die Bühne etwas breiter,(Nuancen)meiner Meinung nach ist das aber keine große Veränderung. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Bassbereich ganz leicht betont wird, dass sind jedoch nicht reproduzierbare Nuancen. An den Höhen und Mitten ändert sich nichts. Diese sind ja auch (vorallem die Mitten) die Stärken des HD650. Die meisten Unterschiede sind nicht reproduzierbar, sodass ich sagen kann, dass die Headbox II nicht viel bis gar nicht besser klingt als der CD5004.

Fazit: Die Pro-Ject Headbox II ist für ihren Preis von 100€ nicht empfehlenswert, zu heftig wirkt das Grundrauschen ein, hinzu kommt noch, dass kaum klangliche Unterschiede zu spüren sind, bzw. dass diese den Aufpreis nicht Wert sind, gegenüber meinem CDP-Ausgang. Das alles kann die Headbox II auch nicht mit ihrer erstklassigen Verarbeitung wettmachen, der einzige größere negative Punkt ist, dass es keinen On-Off- Schalter gibt. Deshalb würde ich die Headbox II nur für Leute empfehlen, die keinen Klinkenausgang besitzen und aus diesem Grund einen billigen Kopfhörerverstärker suchen, wobei man dann auch schon über einen Cmoy oder B-Tech nachdenken kann.                                                                                                                                                                                          Heed CanAmp Technische Daten:

  • Eingangsspannung/Impedanz: 200mV/10kOhm
  • Ausgangsleistung: 900mW (8 Ohm)
  • Rauschabstand: 95 dB
  • Klirrfaktor:<0,5% (900mW/1kHz)
  • Frequenzgang: 10Hz-50kHz)

Verarbeitung: Der CanAmp ist mit Abstand der schwerste der 3, da sein Netzteil intern ist, dementschprechend wird er handwarm. Die Front ist Klaviermäßig gehalten, die Kopfhörerbuchse ragt leicht aus dem Gehäuse heraus. Das Potentiometer ist glänzend silber und lässt sich sauber drehen(ich meine das ist ein ALPS). Hinten gibt es glücklicherweise einen an und aus Schalter. Die Cinchbuchsen sind in der selben Anzahl wie beim Pro-Ject vorhanden und ebenfalls vergoldet. Der Rest des Gehäuses besteht aus dem selben Material wie das der Headbox II.

Klang: Warm, dass ist das Stichwort, wenn es um den Heed geht. Die Höhen sind etwas  angehoben, der Bass wird ebenfalls leicht betont. Ersteres hat bei mir dazu geführt, dass ich nicht so lange wie sonst Klassik hören konnte, weil die Streicher ein bisschen genervt haben, der warme Klang und die HD650 vertragen sich nicht so gut. Mit einem neutralem Kopfhörer (z.B. AKG K701) ist diesse leichte Höhen und Bassanhebung bestimmt kein Problem, nur warme Kopfhörer und warme KHV’s vertragen sich halt leider nicht. Bei Rock und Popmusik fällt das nicht so ins Gewicht, dort stört die Höhenanhebung nicht weiter. Das Grundrauschen ist gleich null. Er ist klanglich etwas oberhalb des Pro-Ject anzusiedeln, jedoch ist er nicht viel besser. Um die Unterschiede zwischen CD-Player und CanAmp zu hören, muss man sich sehr anstrengen. Der Heed sorgt für etwas straffere, präzisere Bässe, und etwas feinere Höhen, der Mittelton bleibt unverändert, ich denke jeodch, dass hier die Psychoakkustik deutlich mit rein spielt. Diese Veränderungen fallen besonders bei Don’t Stop me Now von Queen auf, wo das Klavier einfach etwas sauberer rüberkommt, natürlicher, der Song bekommt einfach mehr Tempo(ich hoffe, ihr wisst, was gemeint ist, ich weiß einfach nicht, wie ich es ausdrücken soll) Der straffere Bass wird besonders bei We will rock you von Queen auf, dort ist der Kopfhörer einfach etwas schneller bei den Bässen, dazu kommt, dass auch hier das Schlagzeug sauberer dargestellt wird. Bei Amy Macdonalds This Pretty Face fällt der saubere Klang am Anfang ebenfalls auf, weltbewegend sind die Unterschiede jedoch nicht, sodass man sich schon sehr anstrengen muss um die Unterschiede zu hören. Was das absolute No-Go ist, welches mir erst später aufgefallen ist, ist dass das Kästchen NDR2 empfängt. Ich weiß nicht warum, aber man konnte die ganze Zeit leise Radio hören, egal wo hin ich ihn gestellt habe, Störquellen habe ich auch keine. Wahrscheinlich sind die Kabel innen sehr schlecht abgeschirmt. Was ich auch merkwürdig finde, dass ich hier nur ganz schlechten UKW-Empfang habe, über den Heed gibt es aber keine Aussetzer. Gerade wenn man leise Musik hört, nervt das gewaltig.

Fazit: Durchgefallen. Das erste negative ist, der mit dem HD650 nach einiger Zeit nervigem Hochton.(das kann mit anderen Kopfhörer anders sein) Der Bass ist sehr schön, der Hochton löst auch nicht schlecht auf, er nervt nach einiger Zeit nur leider einfach. Dazu kommt noch der Radioempfang, derart schlecht geschirmte Kabel in einem 380€ Gerät ist eine Schande. Diese beiden No-Gos kann er auch nicht mit dem ansonsten guten Klang(etwas besser als der CD5004) nicht wettmachen. Für 380€ ist er absolut überteuert und nicht empfehlenswert.

Lehmann Audio Rhinelander

  Technische Daten:

  • Eingangsimpedanz: 47 kOhm
  • Maximale Verstärkung: 6dB, 20dB (intern per Jumper wählbar, Standart 6dB)
  • Frequenzgang: 10Hz (-0.3dB) bis 35 kHz (-1dB)
  • Rauschabstand: >95dB bei 0dB Gain
  • Kanaltrennung: >70dB/10kHz
  • Ausgangsleistung: 120mW
  • Ausgangsimpedanz: 5 Ohm
  • Leistungsaufnahme: ca. 3W, externes Steckernetzteil (Gleichrichtung, Siebung und Regelung der Gleichspannungen erfolgen auf der Audioplatine)
  • Abmessungen: 280 x 110 x 44 mm (nur Gehäuse)
  • Steckverbinder: Neutrik Kopfhörerbuchsen, 6.35 mm mit vergoldeten Kontakten // Vergoldete Cinchbuchsen
  • Gewicht: ca. 1.0 kg (inkl. Netzteil)
  • Frontplatte: Aluminium eloxiert, silber oder schwarz

Verarbeitung: Sehr gut, man merkt, dass das Gerät in Deutschland produziert wird. Das Potentiometer dreht sehr sauber, an der Front ist ein Umschalter für 2 Quellen, per internem Schalter kann man den Rhinelander zum Vorverstärker machen(dieses Feature bieten die anderen auch an). Etwas merkwürdig ist, dass um die die vergoldeten Cinchbuchsen noch ein halber Centimeter freier Platz, sodass staub eindringen kann. Wie sich das mit Korrosion verhält, kann ich euch nicht sagen, ich vermute jedoch, dass das Ganze der Haltbarkeit nicht sonderlich gut tut. Ansonsten ist alles top, die rechte, obere und linke Seite bestehen aus einem Block. Was schade ist, ist das es keinen An-Ausschalter gibt.

Klang: Sehr neutral. Der Lehmann ist der AKG unter den Kopfhörervestärkern, er lässt die Musik genauso wie sie aufgenommen wurde. Hier ist ebenfalls kein Grundrauschen vorhanden, Radio empfange ich auch nicht. Auch hier fällt es mir schwierig Unterschiede zu den anderen Geräten zu hören. Im Vergleich zum Pro-Ject und Marantz ist der Bass etwas genauer, das fällt auch hier bei We will rock you auf, die Verbesserung ist für meine Ohren gleichzustellen mit dem CamAmp. Die Bühne wird etwas detaillierter und größer, wie mir beim ersten Hören von Schwanensee auffiel, dort hat man teilweise das Gefühl, dass das Orchester sich über das ganze Zimmer verteilt. Die In-Kopfortung wird etwas verbessert. Zudem werden die Instrumente etwas besser differenziert, sodass man sie genauer Orten kann, beim Vitamin String Quartet bspw. kann man genauer hören, wo die 4 Musiker sitzen, bei Livekonzerten verstärkt sich dieser Eindruck noch weiter, beim Live at Wembly Album von Queen merkt man einfach ganz genau, wo die Protagonisten gerade sind, ohne die DVD zu sehen(welche ich auch besitze). Die große Stärke des Sennis, die Mitten bleiben unverändert. Hinzu kommt noch, dass die Höhen etwas feiner werden, sodass Streicher in großen Orchestern noch beeindruckender klingen. Insgesamt, verbessert der Rhinelander den “Drive” der Musik etwas, z.B. Bei Carl Orffs Carmina Burana, O Fortuna sorgt es für noch mehr Gänsehaut, wenn das komplette Orchester und die Sänger spielen. Er verstärkt genauso, wie es ein Verstärker tun sollte, ohne Eigenklang. Letzten Endes bleibt zu sagen, dass auch hier die Verbesserungen nicht übermäßig groß sind, aber vorhanden und reproduzierbar. Das liegt größtenteils daran, dass mein CD5004 bereits einen guten internen KHV besitzt. Im Vergleich zum Kopfhörerausgang des SU-VX700 verbessert sich der Klang dann doch stärker, sodass ich ihn behalten hätte, wenn ich nicht schon einen integrierten hätte.

Fazit: Falls man wenn man keinen Kopfhörerausgang hat einen Kopfhörerverstärker braucht, würde ich diesen nehmen, weil er eigentlich keinen großen Negativpunkt hat außer dass es keinen An-Ausschalter gibt. Dazu kommt, dass er den Fluss der Musik fördert, sodass der HD650 noch mehr Spass macht. Hinzu kommt, dass der gesamte Klang natürlicher, klarer wird.

Generelles Fazit: Von den 3 hat die Pro-Ject Headbox II am schlechtesten abgeschnitten, diese ist nur dann empfehlenswert wenn man keinen Kopfhörerausgang hat und einen billigen Kopfhörerverstärker braucht. Man muss fairerweise auch sagen, dass die anderen Geräte 3* soviel kosten wie der Pro-Ject. Der Heed CanAmp ist nur etwas über dem Pro-Ject anzusiedeln, aufgrund der gravierenden Schwächen. Am besten schneidet der Lehmann Rhinelander ab, da er keine großen Schwächen hat, auch er ist kein Preis/Leistungshit, da auch er 370€ kostet und das ist meiner Meinung nach zu viel für die kleine Verbesserung. Gegenüber dem Ausgang meines Technics ist die Verbesserung den Preis ebenfalls nicht wert. Generell würde ich mir den Kauf eines Kopfhörerverstärkers 2* mal überdenken, da die oft als riesig beschriebenen Unterschiede zumindest an meiner Kette für mich sehr klein sind, zuviel für den Preis. Dass alles wurde wie schon geschrieben, mit einem Marantz CD5004 getestet, der schon einen kleinen Kopfhörerverstärker hat, es kann also sein, dass an anderen Klinkenausgängen der Unterschied größer ist. Als Kopfhörer diente ein Sennheiser HD650. Wie immer ist Probehören das sinnvollste was man tun kann. Letztendlich bleibt noch zu sagen, dass Kopfhörerverstärker meiner Meinung nach etwas für Perfektionisten sind, die nochmal das letzte Quäntchen aus ihrem Kopfhörer holen wollen. Wobei hier die Psychoakkustik deutlich mit reinspielt, bei Blindtests, waren die oben beschriebenen Unterschiede dann sozusagen fast verschwunden.

Als letztes möchte ich nochmal der Alex Giese GmbH und Art& Voice Hannover danken, die mir die KHVs freundlicherweise ausgeliehen haben.