Sennheiser Werksführung am 27.4

Die Firma Sennheiser bietet am 27.4. eine Führung durch Ihre Produktions – und Entwicklungsstätten in der Wedemark.

Der Ablauf wird so aussehen, dass die Führung von 10 bis 17Uhr andauert. Zum einen gibt es eine Führung durch die Produktionsstätten, sowie eine Führung durch die Entwicklung. Dabei wird auch die Besichtigung eines schalltoten Raumes enthalten sein. Gegen Mittag werden alle Teilnehmer dann gemeinsam in der Firmenkantine Mittagessen. Des Weiteren wird es einen kleinen Vortrag über die Firmenhistorie von Sennheiser geben. Hochinteressant dürften die Gespräche mit den Entwicklern des HD800 sein, bei denen die Teilnehmer in einen offenen Diskurs mit den Entwicklern treten werden.

Zum Abschluss der Aktion wird jeder Teilnehmer den Referezkopfhörer von Sennheiser, den HD800, probehören dürfen.

25 Teilnehmer sind maximal vorgesehen, einzige Bedingung um teilnehmen zu können ist, im Hi-Fi-Forum Mitglied zu sein.

Die ganze Aktion wird von Matthias Lücke und dem User m00k00h organisiert, hier ist der Link zum Thema: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&back=1&sort=lpost&forum_id=110&thread=13212

Solch eine Aktion wurde schon einmal 2009 durchgeführt, mit durchweg positiver Resonanz, daher auch eine Empfehlung von uns.

Freddy wird auf jeden Fall dabei sein, Lenny wenn sein Terminkalender es zulässt ebenfalls. Von daher können wir jedem die Teilnahme empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Euer Blogteam

Pioneer DJM 850 – In ein paar Tagen erhältlich!

Pioneer hat einen neuen 4-Kanal Clubmixer released, den DJM 850.

Preislich liegt er mit einer UVP von 1499 € zwischen dem DJM 800 und dem DJM 900 Nexus.

Die Abmessungen sind: 320 x 108 x 381 mm bei einem Gewicht von 7.7 kg.

Er ist laut Pioneer in 2 Farben erhältlich (Silber und Schwarz ) und hat viele Effekte bereitstehen , wobei die Entwickler von Pioneer hier ihre neue Technik, den „Beat Color Effect“ eingebaut haben.

Der DJM 850 baut auf der Konstruktion des 900er auf und hat wie dieser ebenfalls ein Interface integriert, das man sowohl als Ein- wie auch als Ausgang mit 24-Bit/96-kHz benutzten kann. Außerdem kann man den Mixer per USB mit dem PC verbinden um das Timecode Mixen einfacher zu machen. Er ist midifähig, kann also auch als Midi-Controller genutzt werden und er hat 3-Band EQs bzw. Isolatoren, die auch ein Total Kill ermöglichen. Hinzu kommt, dass der Mixer mehr Resistenz gegen Wasser und Stöße zeigen soll. Praktisch wenn euch im Club mal wieder etwas zu trinken umkippt.

Hier eine Auflistung der Ein- bzw. Ausgänge :

Eingänge:

  • CD/Line 4x (Cinch)
  • Phono 2x (Cinch)
  • Line 2x (Cinch)
  • Mic 2x

Ausgänge :

  • Master Out 2x (Cinch & XLR)
  • Rec-Out 1x (Cinch)
  • Out 1x
  • Headphone-Monitor
  • Booth-Out 1x (6.3 mm Klinke)
  • Digital Out 1x (Koaxial)

Wir sind gespannt!

Mit österlichen Grüßen,

euer Blogteam

Vestax VMC 002 XLU 2 Kanal Mixer Test

 

Vestax VMC 002 XLU 2 Kanal Mixer :

 

Der Vestax VMC 002 XLU ist ein 2 Kanal Battlemixer der oberen Mittelklasse.

Kurz Etwas zu Vestax

Vestax wurde 1977 in Shibuya, Tokyo unter anderem Namen gegründet, wobei sie sich zuerst auf die Herstellung bzw. den Verkauf von Gitarren und Verstärkern konzentrierten um dann später einer der Marktführenden Hersteller für DJ-Equipment zu werden.

Zum Mixer

Ich fange hier mit dem Lieferumfang an. Dieser umfasst das Owners Manual, eine CD mit Audacity (einem Freien Audio Recorder) inklusive Anleitung, ein USB- Kabel, ein Netzkabel mit Netzteil und dem eigentlichem Produkt, dem sehr stoßfest verpackten Mixer. Nachdem die Verpackung entfernt wurde steht dort der Mixer:

 

Optik und Handling

Dieser hat, wie eigentlich jeder Mixer, 3-Band EQ. Über den 3-Band EQ Potentiometern befinden sich die Gain Regler. Dort sind auch Schalter für das Wechseln von Phonoeingang zum Line Eingang oder andersrum [ je nachdem ob man einen Plattenspieler oder eine digitale Quelle (z.B. CD Spieler oder Interface) benutzt] sowie Level, Balance und ein Mic-Level Regler.

Der VMC 002 XLU fällt mit schwarzer Optik und guter Verarbeitung auf, was man besonders an den Channel Fadern, dem Crossfader und den Potis merkt, da diese sich leicht und trotzdem grifffest bewegen lassen. Hinzu kommt das man die Crossfaderkurve verändern kann. Besonders gewöhnungsbedürftig erschien mir am Anfang das Vorhören, da ich nicht wie gewohnt Headphone-Cue Tasten hatte, wie bei diversen anderen Anbietern, sondern einen Fader, wobei man sich an diesen schnell gewöhnt.

Dieser Fader erlaubt meiner Meinung nach sehr präzise Beatmatchings bzw. Übergänge da man das Pre-Listen individuell einstellen kann.

Natürlich kann man auch die Lautstärke der Kopfhörer bzw. des Monitors einzeln einstellen, wobei man diese mit Master oder Cue ansteuern kann.

Der Mixer besitzt ein USB-Audio Interface zum Aufnehmen oder Wiedergeben. Der Schalter für Master und Cue befindet sich rechts auf der Vorderseite des Mixers. Etwas weiter rechts daneben befindet sich der Kopfhörerausgang in Form einer 6.3 mm Klinkenbuchse.

 

Anschlüsse

Kommen wir zu den Anschlüssen: Wie schon gesagt finden wir auf der Vorderseite den 6.3 mm Kopfhörerausgang.

Auf der Rückseite finden wir alle wichtigen Aus/ bzw. Eingänge die ein Mixer brauch. In diesem Fall sind es:

1x USB Ein & Ausgang, einen 6.3 mm Mic Eingang,

2x Line & 2x Phono (mit Erdung) [alle Chinch] Eingänge für zum Beispiel CD-Player oder Plattenspieler. Dann finden wir dort einen Line-Out (Chinch),

1x Rec-Out und der Monitor-Out mit einem XLR Ausgang.

 

Qualität, Nutzung und Sonstiges

 

So, da wir eigentlich alles Technische geklärt hätten kommen wir zur Sound – und Nutzungsqualität. Der Sound ist sehr gut und klar für den Preis, wobei der VMC – 002 auch mit deutlich teureren Geräten in Sachen Linearität oder Rauschen mithalten kann. Alles in allem bin ich mit der Nutzung sehr zufrieden, da der Mixer sehr viel aushält und man mit diesem sehr gut mixen kann. Die Potis sitzen sehr fest und lassen sich trotzdem gut drehen, also können sie auch selbst bei Kraftaufwendung nicht ausleiern. Leider wackeln die Fader manchmal, obwohl dies meist nicht stört und die Pegel Anzeige ist nicht so ganz genau. Aber sonst ist eigentlich nichts schlecht außer das die mit Klavierlack beschichteten Ränder des Mixers recht schnell einstauben.

 

Wer sich diesen Mixer kaufen möchte muss ca. 215 € investieren.

 

Fazit

Mein Fazit ist, das man hier für wenig Geld einen guten und haltbaren Mixer bekommt, der nur sehr kleine Mängel hat.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Euer Linearsoundteam

Lenny & Freddy

 

P.S. Hier noch ein Link zu Herstellerwebsite: http://www.vestax.de

 

Teufel startet Ostersale

Pünktlich zur Osterzeit hat die Berliner Boxenschmiede Teufel ordentliche Rabatte ins Nest gelegt:

So ist das Columa 200 5.1 Set, bestehend aus 4 Säulenlautsprechern, einem Centerlautsprecher und einem Subwoofer jetzt für 349€ statt für 549€ erhältlich, das sind ganze 36,5% Rabatt.

Hier die wichtigsten technischen Daten des Columa 200:

Die Säulen-Lautsprecher CL 200 FR sind 24cm*111cm*24cm(BHT) groß, dieses Konstrukt aus MDF wiegt lediglich 4.7 Kilogramm. In der Box sind 3 Membrane verankert, 2 Tiefmitteltöner(Durchmesser:70mm) und ein Hochtöner(Durchmesser: 19mm). Diese erzeugen einen maximalen Schalldruck von 100dB, bei einer Impulsbelastbarkeit von 70 Watt und einem Frequenzgang, der von 100Hz bis 20.000Hz reicht.

Der Center Lautsprecher CL 200 C ist von den technischen Daten her genauso wie die Säulen, nur das er nur 39,5cm*11,9cm*7,7cm(BHT) groß ist und lediglich 1.8 Kilogramm auf die Wage bringt.

Der Subwoofer misst 26cm*40cm*40cm(BHT), in das MDF Gehäuse ist ein Bassreflexkanal integriert, sowie der 250mm Tieftöner, der sich um die Frequenzen von 150Hz bis 38Hz(gemessen bei -3DB) kümmert. Der Tieftöner wird von einer Class D Endstufe mit 150 Watt Leistung angetrieben, die zum Gewicht von 15 Kilogramm beiträgt.

Die Crossoverfrequenz(das ist die Frequenz, ab der Subwoofer übernimmt) liegt mit 150Hz meiner Meinung nach viel zu hoch, da man einen Subwoofer ab ca. 80Hz bereits orten kann. Wie sich das bei diesem System verhält, muss jeder für sich selbst austesten.(Was ja dank des 4 Wochen Rückgaberechtes bei Teufel problemlos geht)

Alles in allem, ist dieses System etwas für Heimkino-Fans, wobei hier die Einschränkung besteht, das der Bass „nur“ auf 38Hz herunterkommt, andere Systeme überbieten dies teils deutlich. Ebenfalls kritisch bewerte ich das Volumen der Gehäuse, da guter Klang leider Volumen benötigt,(sicher gibt es teure Alternativen bei denen das anders ist) die Säulen haben jedoch nur ein Volumen von ca. 8 Litern, was meist zu einem nicht vollem, sprich etwas dünnen Klang führt.

Des Weiteren sind die beiden Versionen des LT3 Power Edition jeweils um 200€ gesenkt.

Die Systeme unterscheiden sich darin, das die L Version 4 große Säulenlautsprecher besitzt, die M Version verfügt nur über 2 große und 2 kleine Lautsprecher, weshalb ich euch dazu raten würde, die 100€ mehr zu investieren und die L Version zu kaufen.

Hier die technischen Daten:

Die Säulen-Lautsprecher L 330 FR stehen auf einem 25cm großen Fuß aus Glas und messen 10,3cm*112,2cm*1,9cm, bei einem Gewicht von 5,5 Kilogramm. Das Gewicht kommt durch das Aluminiumgehäuse und die 4 Tiefmitteltöner(Durchmesser: 80mm) und den Hochtöner(25mm) zustande. Diese liefern einen Frequenzgang von 120Hz bis 20.000Hz. Die empfohlene Mindestleisung eures Verstärkers liegt bei 50 Watt, die Impulsbelastbarkeit bei 160 Watt.

Der Center-Lautsprecher L 330 C ist in Sachen technische Daten mit den Säulen gleich, bis auf die Größe, denn er misst 45cm*10,4c,*10,9cm und wiegt schlappe 2,1 Kilogramm.

Der Subwoofer L 4200 SW besteht aus einem Konstrukt aus MDF, dessen Ausmaße 34,5c*48,8cm*54cm betragen. Der Tieftöner, der 300mm groß ist, liefert Frequenzen von 35Hz bis 200Hz, bei einer Leistung von maximal 300 Watt. Er besitzt ein Bassreflexrohr, sowie 2 Cinch-Eingänge. Die Crossover Frequenz kann frei zwischen 40Hz und 240Hz eingestellt werden. Alles in allem handelt es sich hier um einen guten Heimkinosubwoofer, der Bassdruck aufbauen kann, bei Musik fehlt es ihm aber an Präzision und Schnelligkeit.

Beim M Set sind die technischen Daten bis auf die Satelliten-Lautsprecher L 330 FCR , die Anstelle von 2 Säulenlautsprechern treten gleich. Hier die technischen Daten zu den Satelliten:

Die Außenmaße betragen 10,3cm*45cm*10,9cm, bei einem Gewicht von 5,5 Kilogramm. Der Rest der technischen Daten stimmt mit den Säulenlautsprechern überein, bis auf das geringere Volumen, welches aus Teufels Veröffentlichungen leider nicht zu entnehmen ist.

Diese Systeme sind für jeden Heimkinofan einen Blick, bzw. eine Hörprobe wert. Musikfans sollten sich lieber im Stereobereich umschauen.

Zum Abschluss noch die Links zu den Systemen:

http://www.teufel.de/heimkino/columa-200-5.1-set-p7790.html

http://www.teufel.de/heimkino/lt-3-power-edition-5.1-set-m-p3795.html

http://www.teufel.de/heimkino/lt-3-power-edition-5.1-set-l-p3793.html

Mit österlichen Grüßen,

euer Blogteam

 

Gerüchte um Beyerdynamic T90 – Vorstellung auf der High End?

Direkt nachdem Beyerdynamic den geschlossenen T70 der Öffentlichkeit präsentierte und die ersten Hörer ihn testen durften, kam der Wunsch, die Hoffnung nach solch einem Hörer mit offener oder Halboffener Bauweise auf. Mit dieser Bauweise könnte Beyerdynamic die von vielen empfundene Dosigkeit bekämpfen. Generell wünschen sich viele User einen Home HiFi Kopfhörer mit der von Beyerdynamic entwickelten Tesla Technologie zu einem Preis, der den T1 deutlich unterbietet. In diesen Preisbereich sind sowohl Sennheiser mit ihrem HD700, als auch Shure mit dem SRH 1840 vorgestoßen.

Scheinbar hat Beyerdynamic diese Wünsche erhört und kündige an etwas Spannendes (wahrscheinlich) mit Tesla Technologie zu präsentieren. Dies möchten sie in den kommenden zwei Monaten tun. Da liegt es nahe, das der neue Kopfhörer auf der High End in München vorgestellt wird. Aufgrund der Entwicklung des Kopfhörermarktes liegt es nahe, das Beyerdynamic den T90, eine offene Variante des T70 präsentieren wird. Dieser wird sich dann zwischen dem Topmodell T1 und dem T70 bzw. DT880 ansiedeln.

Momentan sind jedoch alles nur Gerüchte, was daraus wird, werden wir Anfang Mai erfahren.

Mit gespannten Grüßen

Euer Blogteam

Sind Kopfhörerverstärker sinnvoll? Eine kleine Übersicht

Die einen schwören darauf, die anderen meinen es sei Voodoo, gemeint sind nicht Kabel, nein es geht um kleine Kästen, welche versprechen, den Klang eines Kopfhörers zu verbessern und den Kopfhörer lauter spielen zu lassen. Diese kleinen Kästchen werden von der HiFi-Branche auch liebevoll Kopfhörerverstärker genannt. Diese existieren in fast jeder erdenklichen Preisregion. Diese Geräte gibt es sowohl portabel, als auch stationär. Desweiteren kann man die Geräte in 3 große Klassen aufteilen: 1. Die Transistoren sie sind am weitesten verbreitet, sie benutzen Operationsverstärker zum Verstärken des Singnales sowohl in der Vorstufe als auch in der Endstufe. Den meisten dieser Geräte wird generell ein sehr neutraler Klang nachgesagt, was jedoch nicht so richtig stimmt, denn es gibt warme KHVs (z.B. Corda Swing), kalte KHVs und neutrale KHVs(Lehmann Rhinelander). Wie ein Modell klingt, hängt immer vom Gerät und dem verwendeten Kopfhörer ab. Hier ein paar Transistorverstärker:

  1. B-Tech BT928 Preis: früher 5€, jetzt 30€(ist/war eher etwas für Modder)
  2. CMOY Preis: 30€-60€(je nach Version)
  3. Dynavox CSM-112 Preis: 60€-80€
  4. Pro-Ject Headbox II Preis: 100€
  5. Lake People G93 Preis: 230€
  6. Corda Swing Preis: 245€
  7. Creek OBH-21 Preis: 250€
  8. Amity HPA 9 Preis: 250€
  9. Lehmann Black Cube Linar Preis: 700€

2. Hybride sie sind die kleineste Gruppe und eher ein Randgruppe. Sie sind so aufgebaut, dass sie meistens eine oder 2 Röhren als Vorstufe nutzen. Die Endstufe bilden Operationsverstärker, es gibt jedoch auch Geräte, bei denen es umgedreht ist. Die meisten bzw. fasst alle Hybride haben den Hauch des warmen Röhrenklanges, sind jedoch trotzdem relativ neutral. Wie genau sie klingen ist wieder vom Gerät und genutzem Kopfhörer abhängig. Hier ein paar Hybridverstärker:

  1. Vincent KHV-111 Preis: 270€
  2. Schit Lyr Preis: 449 Dollar
  3. Vincent KHV-1 Preis: 749€

Es gibt noch weitere Hybriden, vorallem im chinesischem Raum. 3. Röhren sie sind die 2. größte Gruppe. In ihnen werkeln meistens 2 12AX7 Röhren als Vorstufe und auch 2 12AX7 Röhren als Endstufe. Die Röhren sind meistens austauschbar (Fachbegriff Tube-Rolling), können deshalb gegen Wertigere oder besser gefallende Röhren ausgetauscht werden. Ganz wichtig ist, von wo die Röhren kommen, die schlechteste Qualität haben die Röhren aus China, besser sind Europäische, Amerikanische und Russische. Oftmals gibt es die selben Röhren aus verschiedenen Ländern mit Qualitätsunterschieden, die oft auch hörbar sind. Röhrenverstärker klingen sehr warm/Analog, wobei man das auch nicht generell sagen kann, denn ist wie immer vom Gerät und Kopfhörer abhängig. Hier ein paar Röhrenverstärker:

  1. Diverse Little Dot Modelle Preis: ab 99 Dollar, empfehlenswert ist der MKIII für 199€ wenn man sich einen Little Dot kauft, sollte man vom Konzern direkt über den Verkäufer: davidzhezhe kaufen
  2. Shiit Valhalle Preis: 349 Dollar

Im europäischen und chinesischen Raum gibt es noch viele weitere, für näheres sollte man sich an Headfi oder das Hifi-Forum wenden. Was für eine der 3 Klassen man nimmt, muss man selbst entscheiden, durch Probehören. Generell kann man sagen, dass man keinen warmen Kopfhörer an einem warmen KHV betreiben sollte, gerade im Hochton wird es nach einiger Zeit nervig und verdirbt einem den ganzen Spass. Es gibt jedoch auch Leute, die diese Kombination mögen, deshalb ist Probehören unbedingt notwendig, der folgende Vergleich sollte lediglich als Orientierung dienen. Generell sollte man einen KHV erst dann in Erwägung ziehen, wenn man entweder keinen Kh-Ausgang am Verstärker oder Cd-Player hat, oder einen sehr hochwertigen Kopfhörer (ab ca. 200€) besitzt. Meistens führt ein Kopfhörerverstärker zu einem klareren Klangbild, vorallem im Bassbereich. Hinzu kommt noch eine Verbesserung der Bühne, man sollte jedoch nicht zu viel erwarten, denn ein KHV ist auch keine Wunderwaffe, so wie man es oft liest. So nun zu meinem Vergleich: Verglichen habe ich den Pro-Ject Headbox II für 100€, da ich auf einen Einsteigertipp gehofft habe und mit Pro-Ject bis jetzt immer gute Erfahrungen gemacht habe. Des Weiteren habe ich mir einen Lehmann Rhinelander, welcher 370€ kostet und in Deutschland produziert wird ausgehliehen, er soll in etwa so klingen wie ein Meier Corda Swing nur nicht so warm, dafür wird er im Gegensatz zum Corda, der in China produziert wird, in Deutschland produziert. Der dritte im Bunde ist ein Heed CanAmp, dieser kostet 379€ und ist laut Art&Voice ein Geheimtipp. Der CD-Spieler ist ein Marantz CD5004, dessen Klinkenbuchse besitzt einen NJM2068 als Kopfhörerverstärler. Im Folgenden habe ich die technischen Daten und ein paar Bilder eingefügt. Alle Kopfhörervestärker zusammen:

Pro-Ject Headbox II Technische Daten:

  • Leistung: 330mW/30 Ohm, 60mW/300 Ohm
  • Kopfhöreranschluss: > 30 Ohm
  • Fremdspannungsabstand: 87dB (100dB- IEC- A) bei Vollausteuerung
  • Klirrfaktor: 0,005%
  • Verstärkung: 11dB
  • Kopfhörerbuchse: 3-polige Klinkenbusche Ø 6,3mm
  • Netzanschluss: Steckernetzteil, 16V, 500mA AC; 220-240V, 50Hz
  • Stromaufnahme: 16V/ 120mA AC
  • Abmessungen: 103 *38 * 141mm
  • Gewicht: 600g ohne Netzteil

Verarbeitung:  Die Verarbeitung der kleinen Kiste ist hervorragend, an keiner Stelle wurde Kunststoff verwendet. Der Großteil des Gehäuses besteht aus leicht angerautem(wie Schleifpapier) Metall, bzw. Aluminium. Die Frontplatte ist massiv und wird von 2 Schrauben gehalten. Das Potentiometer schleift ein bisschen, dass ist jedoch nicht weiter tragisch. Was ich etwas schlimmer finde, ist das die 6,3mm Klinkenbuchse nicht vergoldet ist, das finde ich nicht aus klangtechnischer Sicht schlecht, sondern deshalb, weil das verwendete Material warscheinlich irgendwann oxidiert. Das merkwürdige ist, dass die 2 Cinchbuchsen(1*Line in und 1* Line Out) an der Rückseite vergoldet sind. Leider ist kein An-und Ausschalter vorhanden.

Kommen wir nun zum wichtigen, dem Klang: Was mir zuerst aufgefallen ist, ist das hohe Grundrauschen, dass fällt vorallem bei Klassik in leisen Passagen auf. Dieses Rauschen besitzt nicht einmal der CD-Spieler Ausgang. Doch nicht nur bei Klassik fällt dass ins Gewicht, auch bei sonstigen Aufnahmen, sofern es keine extrem lauten Lieder sind, fällt es etwas nervend auf, hier sollte Pro-Ject unbedingt nachbessern. Große Unterschiede zum CD-Player Ausgang sind nicht auszumachen, außer dass die Räumlichkeit ein bisschen besser war, dass ist vorallem bei Dave Brubeck Take Five aufgefallen. Noch deutlicher wird es bei der Linkin Park Live in Texas CD, denn dieses Konzert wurde für ein Rock-Konzert sehr gut aufgenommen, dort hört man sehr schön, dass Chester Bennington sehr gerne auf der Bühne herumläuft, genauso wie Brad Delson, das ist jeodch auch ohne Kopfhörerverstärker hörbar. Ein weiteres Teststück war Tschaikowskys Capriccio Italien Op45, eines meiner Lieblingsstücke, dort wird die Bühne etwas breiter,(Nuancen)meiner Meinung nach ist das aber keine große Veränderung. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Bassbereich ganz leicht betont wird, dass sind jedoch nicht reproduzierbare Nuancen. An den Höhen und Mitten ändert sich nichts. Diese sind ja auch (vorallem die Mitten) die Stärken des HD650. Die meisten Unterschiede sind nicht reproduzierbar, sodass ich sagen kann, dass die Headbox II nicht viel bis gar nicht besser klingt als der CD5004.

Fazit: Die Pro-Ject Headbox II ist für ihren Preis von 100€ nicht empfehlenswert, zu heftig wirkt das Grundrauschen ein, hinzu kommt noch, dass kaum klangliche Unterschiede zu spüren sind, bzw. dass diese den Aufpreis nicht Wert sind, gegenüber meinem CDP-Ausgang. Das alles kann die Headbox II auch nicht mit ihrer erstklassigen Verarbeitung wettmachen, der einzige größere negative Punkt ist, dass es keinen On-Off- Schalter gibt. Deshalb würde ich die Headbox II nur für Leute empfehlen, die keinen Klinkenausgang besitzen und aus diesem Grund einen billigen Kopfhörerverstärker suchen, wobei man dann auch schon über einen Cmoy oder B-Tech nachdenken kann.                                                                                                                                                                                          Heed CanAmp Technische Daten:

  • Eingangsspannung/Impedanz: 200mV/10kOhm
  • Ausgangsleistung: 900mW (8 Ohm)
  • Rauschabstand: 95 dB
  • Klirrfaktor:<0,5% (900mW/1kHz)
  • Frequenzgang: 10Hz-50kHz)

Verarbeitung: Der CanAmp ist mit Abstand der schwerste der 3, da sein Netzteil intern ist, dementschprechend wird er handwarm. Die Front ist Klaviermäßig gehalten, die Kopfhörerbuchse ragt leicht aus dem Gehäuse heraus. Das Potentiometer ist glänzend silber und lässt sich sauber drehen(ich meine das ist ein ALPS). Hinten gibt es glücklicherweise einen an und aus Schalter. Die Cinchbuchsen sind in der selben Anzahl wie beim Pro-Ject vorhanden und ebenfalls vergoldet. Der Rest des Gehäuses besteht aus dem selben Material wie das der Headbox II.

Klang: Warm, dass ist das Stichwort, wenn es um den Heed geht. Die Höhen sind etwas  angehoben, der Bass wird ebenfalls leicht betont. Ersteres hat bei mir dazu geführt, dass ich nicht so lange wie sonst Klassik hören konnte, weil die Streicher ein bisschen genervt haben, der warme Klang und die HD650 vertragen sich nicht so gut. Mit einem neutralem Kopfhörer (z.B. AKG K701) ist diesse leichte Höhen und Bassanhebung bestimmt kein Problem, nur warme Kopfhörer und warme KHV’s vertragen sich halt leider nicht. Bei Rock und Popmusik fällt das nicht so ins Gewicht, dort stört die Höhenanhebung nicht weiter. Das Grundrauschen ist gleich null. Er ist klanglich etwas oberhalb des Pro-Ject anzusiedeln, jedoch ist er nicht viel besser. Um die Unterschiede zwischen CD-Player und CanAmp zu hören, muss man sich sehr anstrengen. Der Heed sorgt für etwas straffere, präzisere Bässe, und etwas feinere Höhen, der Mittelton bleibt unverändert, ich denke jeodch, dass hier die Psychoakkustik deutlich mit rein spielt. Diese Veränderungen fallen besonders bei Don’t Stop me Now von Queen auf, wo das Klavier einfach etwas sauberer rüberkommt, natürlicher, der Song bekommt einfach mehr Tempo(ich hoffe, ihr wisst, was gemeint ist, ich weiß einfach nicht, wie ich es ausdrücken soll) Der straffere Bass wird besonders bei We will rock you von Queen auf, dort ist der Kopfhörer einfach etwas schneller bei den Bässen, dazu kommt, dass auch hier das Schlagzeug sauberer dargestellt wird. Bei Amy Macdonalds This Pretty Face fällt der saubere Klang am Anfang ebenfalls auf, weltbewegend sind die Unterschiede jedoch nicht, sodass man sich schon sehr anstrengen muss um die Unterschiede zu hören. Was das absolute No-Go ist, welches mir erst später aufgefallen ist, ist dass das Kästchen NDR2 empfängt. Ich weiß nicht warum, aber man konnte die ganze Zeit leise Radio hören, egal wo hin ich ihn gestellt habe, Störquellen habe ich auch keine. Wahrscheinlich sind die Kabel innen sehr schlecht abgeschirmt. Was ich auch merkwürdig finde, dass ich hier nur ganz schlechten UKW-Empfang habe, über den Heed gibt es aber keine Aussetzer. Gerade wenn man leise Musik hört, nervt das gewaltig.

Fazit: Durchgefallen. Das erste negative ist, der mit dem HD650 nach einiger Zeit nervigem Hochton.(das kann mit anderen Kopfhörer anders sein) Der Bass ist sehr schön, der Hochton löst auch nicht schlecht auf, er nervt nach einiger Zeit nur leider einfach. Dazu kommt noch der Radioempfang, derart schlecht geschirmte Kabel in einem 380€ Gerät ist eine Schande. Diese beiden No-Gos kann er auch nicht mit dem ansonsten guten Klang(etwas besser als der CD5004) nicht wettmachen. Für 380€ ist er absolut überteuert und nicht empfehlenswert.

Lehmann Audio Rhinelander

  Technische Daten:

  • Eingangsimpedanz: 47 kOhm
  • Maximale Verstärkung: 6dB, 20dB (intern per Jumper wählbar, Standart 6dB)
  • Frequenzgang: 10Hz (-0.3dB) bis 35 kHz (-1dB)
  • Rauschabstand: >95dB bei 0dB Gain
  • Kanaltrennung: >70dB/10kHz
  • Ausgangsleistung: 120mW
  • Ausgangsimpedanz: 5 Ohm
  • Leistungsaufnahme: ca. 3W, externes Steckernetzteil (Gleichrichtung, Siebung und Regelung der Gleichspannungen erfolgen auf der Audioplatine)
  • Abmessungen: 280 x 110 x 44 mm (nur Gehäuse)
  • Steckverbinder: Neutrik Kopfhörerbuchsen, 6.35 mm mit vergoldeten Kontakten // Vergoldete Cinchbuchsen
  • Gewicht: ca. 1.0 kg (inkl. Netzteil)
  • Frontplatte: Aluminium eloxiert, silber oder schwarz

Verarbeitung: Sehr gut, man merkt, dass das Gerät in Deutschland produziert wird. Das Potentiometer dreht sehr sauber, an der Front ist ein Umschalter für 2 Quellen, per internem Schalter kann man den Rhinelander zum Vorverstärker machen(dieses Feature bieten die anderen auch an). Etwas merkwürdig ist, dass um die die vergoldeten Cinchbuchsen noch ein halber Centimeter freier Platz, sodass staub eindringen kann. Wie sich das mit Korrosion verhält, kann ich euch nicht sagen, ich vermute jedoch, dass das Ganze der Haltbarkeit nicht sonderlich gut tut. Ansonsten ist alles top, die rechte, obere und linke Seite bestehen aus einem Block. Was schade ist, ist das es keinen An-Ausschalter gibt.

Klang: Sehr neutral. Der Lehmann ist der AKG unter den Kopfhörervestärkern, er lässt die Musik genauso wie sie aufgenommen wurde. Hier ist ebenfalls kein Grundrauschen vorhanden, Radio empfange ich auch nicht. Auch hier fällt es mir schwierig Unterschiede zu den anderen Geräten zu hören. Im Vergleich zum Pro-Ject und Marantz ist der Bass etwas genauer, das fällt auch hier bei We will rock you auf, die Verbesserung ist für meine Ohren gleichzustellen mit dem CamAmp. Die Bühne wird etwas detaillierter und größer, wie mir beim ersten Hören von Schwanensee auffiel, dort hat man teilweise das Gefühl, dass das Orchester sich über das ganze Zimmer verteilt. Die In-Kopfortung wird etwas verbessert. Zudem werden die Instrumente etwas besser differenziert, sodass man sie genauer Orten kann, beim Vitamin String Quartet bspw. kann man genauer hören, wo die 4 Musiker sitzen, bei Livekonzerten verstärkt sich dieser Eindruck noch weiter, beim Live at Wembly Album von Queen merkt man einfach ganz genau, wo die Protagonisten gerade sind, ohne die DVD zu sehen(welche ich auch besitze). Die große Stärke des Sennis, die Mitten bleiben unverändert. Hinzu kommt noch, dass die Höhen etwas feiner werden, sodass Streicher in großen Orchestern noch beeindruckender klingen. Insgesamt, verbessert der Rhinelander den “Drive” der Musik etwas, z.B. Bei Carl Orffs Carmina Burana, O Fortuna sorgt es für noch mehr Gänsehaut, wenn das komplette Orchester und die Sänger spielen. Er verstärkt genauso, wie es ein Verstärker tun sollte, ohne Eigenklang. Letzten Endes bleibt zu sagen, dass auch hier die Verbesserungen nicht übermäßig groß sind, aber vorhanden und reproduzierbar. Das liegt größtenteils daran, dass mein CD5004 bereits einen guten internen KHV besitzt. Im Vergleich zum Kopfhörerausgang des SU-VX700 verbessert sich der Klang dann doch stärker, sodass ich ihn behalten hätte, wenn ich nicht schon einen integrierten hätte.

Fazit: Falls man wenn man keinen Kopfhörerausgang hat einen Kopfhörerverstärker braucht, würde ich diesen nehmen, weil er eigentlich keinen großen Negativpunkt hat außer dass es keinen An-Ausschalter gibt. Dazu kommt, dass er den Fluss der Musik fördert, sodass der HD650 noch mehr Spass macht. Hinzu kommt, dass der gesamte Klang natürlicher, klarer wird.

Generelles Fazit: Von den 3 hat die Pro-Ject Headbox II am schlechtesten abgeschnitten, diese ist nur dann empfehlenswert wenn man keinen Kopfhörerausgang hat und einen billigen Kopfhörerverstärker braucht. Man muss fairerweise auch sagen, dass die anderen Geräte 3* soviel kosten wie der Pro-Ject. Der Heed CanAmp ist nur etwas über dem Pro-Ject anzusiedeln, aufgrund der gravierenden Schwächen. Am besten schneidet der Lehmann Rhinelander ab, da er keine großen Schwächen hat, auch er ist kein Preis/Leistungshit, da auch er 370€ kostet und das ist meiner Meinung nach zu viel für die kleine Verbesserung. Gegenüber dem Ausgang meines Technics ist die Verbesserung den Preis ebenfalls nicht wert. Generell würde ich mir den Kauf eines Kopfhörerverstärkers 2* mal überdenken, da die oft als riesig beschriebenen Unterschiede zumindest an meiner Kette für mich sehr klein sind, zuviel für den Preis. Dass alles wurde wie schon geschrieben, mit einem Marantz CD5004 getestet, der schon einen kleinen Kopfhörerverstärker hat, es kann also sein, dass an anderen Klinkenausgängen der Unterschied größer ist. Als Kopfhörer diente ein Sennheiser HD650. Wie immer ist Probehören das sinnvollste was man tun kann. Letztendlich bleibt noch zu sagen, dass Kopfhörerverstärker meiner Meinung nach etwas für Perfektionisten sind, die nochmal das letzte Quäntchen aus ihrem Kopfhörer holen wollen. Wobei hier die Psychoakkustik deutlich mit reinspielt, bei Blindtests, waren die oben beschriebenen Unterschiede dann sozusagen fast verschwunden.

Als letztes möchte ich nochmal der Alex Giese GmbH und Art& Voice Hannover danken, die mir die KHVs freundlicherweise ausgeliehen haben.

Sennheiser PC360 Testbericht

Ich habe in den letzten Wochen die Ehre gehabt, ein freundlicherweise von Sennheiser bereitgestelltes Testmuster ihres neuen Gaming-Headsets, dem PC360 zu testen.

Alles was ich zum Thema Klang und Tragekomfort schreibe, ist subjektiv. Ich versuche jedoch möglichst objektiv zu sein. Dies ist leider nahezu unmöglich, da jeder Mensch anders hört und einen anderen Geschmack hat. Deshalb sollte man diesen Bericht in Sachen Klang und Tragekomfort als groben Richtungsweiser sehen.

Was ebenfalls wichtig zu wissen ist, ist die Kette an der ich das Headset getestet habe: Zum einen habe ich am PC eine Asus Xonar Essence STX benutzt, des Weiteren habe ich meinen Marantz CD5004 und meinen Technics SL-1210 (mit Ortofon MC NR2) welcher an einem Technics SU-VX 700 hängt als Quelle verwendet.

Informationen zum PC360G4ME

Das PC360 wurde im Juni 2010 offiziell vorgestellt und richtet sich an Gamer, apropos Gamer, das Headset wurde vom E-Sport Team mTw mitentwickelt. Ob dies gefruchtet hat, werde ich im Folgenden erläutern, zuvor noch einige technische Daten:

Bauweise: Offen bzw. Halboffen

Ohrpolster: Velours

Kabellänge 3m

Gewicht: 300 g

Anschlussstecker: 2* 3,5mm vergoldete Klinkenstecker

Kopfhörer

Frequenzgang: 15- 28.000hz

Widerstand: 50 Ohm

Schalldruckpegel(bei 1khz): 112dB

Mikrofon

Frequenzgang: 50 – 16.000 Hz

Richtcharakteristik: Noise Canceling

Widerstand: 2000 Ohm

Empfindlichkeit n. 121 TR 9-5: -38dBV/Pa

Verpackung

Auf der Verpackung des PC360 prangt neben einem Bild des Headsets G4Me in goldener Farbe, auf dem oberen Teil der Verpackung sind einige Vorteile des Produktes aufgelistet. In meinen Augen wirkt die Verpackung nicht wirklich edel, da spricht mich die schlichte Verpackung bspw. eines HD650 wesentlich mehr an. Von vielen Freunden durfte ich aber hören, dass sie diese Verpackung sehr gelungen finden. Jedem das Seine. Nachdem man diesen Verpackungsteil hinter sich gelassen hat, kommt eine schwarze Kartonbox zum Vorschein, in ihr lagert auf einem „Bügel“ das Headset, welches in Folie eingeschweißt ist. Außer dem Headset legt Sennheiser nichts Weiteres in die Verpackung. Ein Adapter von 3,5mm Klinke auf 6,3mm Klinke hätte mich gefreut, wobei die Zielgruppe für dieses Produkt wohl keine 6,3mm Klinkenanschlüsse benutzt.

Das Auspacken des Headsets geht glücklicherweise ziemlich schnell von sich und ist nach wenigen Schritten abgeschlossen.

Verarbeitung

Die Verarbeitung des PC360 geht vollkommen in Ordnung. Schade ist, dass Sennheiser bei der Materialwahl teilweise Plastik einsetzt. Das fühlt sich gerade bei dem Lautstärkeregler an der rechten Ohrmuschel nicht gerade hochwertig an. Des Weiteren sieht und fühlt sich der Mikrofonarm nicht sonderlich edel an. Der Rest des Headsets fühlt sich sehr wertig an.

Tragekomfort

Im Gegensatz zum Vorgänger dem PC350 hat sich der Hersteller hier für eine offene Bauweise mit Velourpolstern entschieden. Das sorgt dafür, dass die Ohren nicht anfangen zu schwitzen, so bleibt immer ein „frischer Wind“ um die Ohren.  Der Anpressdruck ist so gewählt, dass das PC360 nicht rutscht, aber auch nicht drückt. Was mich persönlich stört ist, dass der Kopfhörerbügel bei mir oben trotz des Polsters auf den Kopf drückt, bzw. relativ hart ist. Das ist beim bspw. HD650 wesentlich schöner gelöst. Mit der Zeit wird dieses Problem aber zunehmend besser, ob es ganz verschwindet vermag ich nicht zu sagen.

Klang

Nun zum wichtigsten Punkt, dem Klang. Hier ist erneut anzumerken, dass der Klang von jedem anders empfunden wird.

Mit folgenden Stücken habe ich getestet:

Hero Enrique Iglesias

Hier ist die Räumlichkeit für den Preis sehr gut, man hört sehr schön, dass der zupfende Gitarrist links sitzt und dass ein paar Streicher hinter dem Sänger sitzen. Die Instrumente werden sehr schön dargestellt, wobei auch hier eine Betonung auf dem Grundton vorliegt. Leider fehlt es dem PC360 etwas an Auflösung, sodass die Streicher und die Gitarre einfach etwas unsauber klingen.

No Surrender, Live 1975-1985, Bruce Springsteen

Hier ist Bruce Springsteens Stimme sehr dominant, sie wird sehr schön wiedergegeben, sodass Springsteens Stimme teilweise so „dreckig“ klingt, wie sie nun Mal klingt. Leider geht hinter diesem Element die Gitarre doch etwas unter. Deshalb muss man sich an vielen Stellen doch arg konzentrieren um die Gitarre in den leisen Passagen zu vernehmen. Leider fehlt auch hier der Gitarre das letzte bisschen an Präzision, sie klingt einfach nicht so, wie meine Gitarre. Die Mundharmonika hingegen wird deutlich vernehmbar wiedergegeben.

Where’d You Go, Fort Minor

Hier gelingt dem PC360 die Differenzierung der Männerstimmen mehr schlecht als recht, es ist teilweise sehr schwierig herauszuhören, ob jetzt Mike, Tak oder ein anderes Bandmitglied singt. Des Weiteren klingt der Bass bei diesem Song leicht matschig, die Bassanhebung verstärkt das noch weiter. Des Weiteren merkt man hier anhand der relativ schwachen Dynamik, dass diese Aufnahme nicht wirklich gut ist.

Mad World, Garry Jules

Hier ist ein ab einer gewissen Lautstärke ein ganz leises Grundrauschen vorhanden, was zwar nicht optimal, aber auch nicht allzu schlimm ist. Dafür klingt der Rest sauber, das Headset bringt die Stimmung des Liedes gut rüber. Wobei man auch hier wieder die Bassanhebung bemerkt, beim Klavier. Die Bühne ist hier nicht wirklich gut, die genaue Position der Musiker ist leider sehr schwer bis gar nicht erlauschbar.

Go Thompson, Razorlight

Hier sind sowohl der Gesang als auch das Schlagzeug sehr präsent. Dem Bass fehlt es auch hier wieder etwas an Kontur. Der Gesang kommt dafür klar und deutlich herüber. Die Gitarre rückt für meinen Geschmack etwas zu weit in den Hintergrund, einige Akkorde sind fast komplett ausgeblendet.

Crazy Little Thing Called Love, Queen

Hier ist das Grundrauschen meiner Meinung nach ziemlich stark ausgeprägt, dies ist aber Aufnahme bedingt. Die Bühne ist hier gut gelungen, man hört sehr schön heraus, wo Brian May mit seiner Gitarre sitzt, wo Herr Mercury singt und zu guter Letzt, wo das Publikum steht. Da diese Aufnahme glücklicherweise nicht vom LoudnessWar betroffen ist, ist die Dynamik hier gut, die Gitarre spielt hier sowohl leise, als auch laut. Die Stimme von Freddie Mercury wirkt hier fast genauso wie sie es soll, sehr kraft und emotionsvoll.

This Pretty Face Amy Macdonald

Diese Aufnahme ist zwar gut, jedoch macht sich der LoudnessWar auch hier in Form einer hohen Grundlautstärke bemerkbar. Die Raumaufteilung gelingt hier gut, die 2 Gitarristen sind hier klar am rechten und am linken Rand der Bühne zu hören, das Schlagzeug steht hinter Amy Macdonald, die ebenfalls eine Gitarre spielt. Den anspruchsvollen Anfang des Songs meistert das Headset relativ souverän, auch wenn den Instrumenten hier erneut der Feinschliff fehlt. Das Gesamtbild ist dennoch angenehm.

Cappriccio Italien Tschaikowsky

Hier ist die Bühne in Ordnung, man kann grob hören, wo genau die einzelnen Musiker sitzen. Hier sind die Pauken meiner Meinung nach etwas zu doll im Vordergrund. Die Dynamik dieses Stückes bringt das PC360 gut herüber, man merkt sehr schön, wenn alle Musiker voll „reinhauen“

Anmerkung: Diese Liste an konkreten Beispielen werde ich vermutlich noch weiter fortführen.

Was mir ebenfalls aufgefallen ist, bei so gut wie jedem Song ist, dass der berühmt berüchtigte Sennheiser-Teppich auch bei diesem Modell vorhanden ist, wenn auch nicht so stark, wie bei älteren Modellen. Des Weiteren ist die Abstimmung typisch Sennheiser mit einer Betonung auf dem Grundton.

Spieleklang

Als Testspiele habe ich Battlefield3 mit dem Preset Kopfhörer und mit Call of Duty Modern Warfare 3 genutzt. Bei beiden Spielen war ich mithilfe des Headsets in der Lage Schüsse und Laufgeräusche präzise genug zu orten. Das kann der HD650 auch nicht viel besser. Die Explosionen und Schüsse kommen schön wuchtig rüber. Generell ist das Mittendrinngefühl sehr gut, teilweise erwischte ich mich dabei, wie ich bei einem Mörsereinschlag von hinten den Kopf umdrehte.

Hier bestätigte sich mal wieder meine Meinung, dass bei Spielen kein teurer Kopfhörer not Tut.

Qualität des Mikrofons

Die Klangqualität des Headsets ist für Anwendungsbereiche wie Skype, TS3 usw. absolut ausreichend. Stimmen kommen sehr natürlich herüber. Um Instrumente oder Gesang aufzunehmen sollte man lieber zu einem anderen besseren Mikro greifen.

Fazit

In seinem Preisbereich ist das PC360 absolut empfehlenswert, da es für das Geld keine besseren Headsets gibt. Eine Steigerung im Headset Bereich erreicht man erst mit dem Beyerdynamic MMX300, welches jedoch deutlich mehr Geld kostet. Der Klang des Headsets für ein Headset hervorragend, auch wenn es gegenüber gleich teuren Kopfhörern einige Defizite gibt.

Wenn man auch mit der Kombination aus einem Kopfhörer und einem Ansteckmikrofon leben kann(da damit der Komfort doch etwas leidet) ist die „Kombi“ die bessere Lösung.

Die UVP des Herstellers liegt bei 199€, im freien Handel ist es jedoch schon ab 150€ erhältlich. Hier ist der Link zur Produktseite: http://sennheiser.de/sennheiser/home_de.nsf/root/private_headsets_pc_pro-gaming_504122

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dieser Blog befasst sich sowohl mit professionellen als auch normalen Produkten zur Tonwiedergabe. Hierbei wird von uns Nüchtern, ohne das übliche Geschwurbel diverser „Fachzeitschriften“(Stereoplay, Audio usw.) um Kabelklang usw.. Wer dort liest, wird schnell bemerken, dass dort so gut wie nie Kritik geäußert wird, der Grund dafür liegt auf der Hand: Diese Zeitschriften finanzieren sich über Werbeanzeigen von HiFi-Herstellern. Wenn die Produkte von denen nun als schlecht befunden werden, werden die Hersteller ihre Anzeigen nicht weiter finanzieren, was dazu führt, dass die Magazine dicht machen können.

Da wir weder werbefinanziert, noch „bestochen“ oder ähnliches sind, dürft ihr von uns immer Testberichte erwarten, in denen wir natürlich auch Kritik äußern werden bzw. unangenehme Dinge ansprechen.

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